Die Kunst des guten Geschmacks: Wie Goodman in Wien Kunst und Design zum Leben erweckt

In Wien, wo Geschichte und Moderne sich in jedem Winkel der Stadt vermischen, hat sich Goodman als führende Plattform für zeitgenössische Kunst und Design etabliert. Das Konzept des „guten Geschmacks“ ist hier kein leeres Marketingversprechen, sondern eine bewusste Haltung – eine Mischung aus ästhetischer Präzision und praktischem Nutzen. Seit über zwei Jahrzehnten verbindet Goodman nicht nur Ausstellungen und Verkäufe, sondern schafft auch Räume, in denen Kunst und Alltag verschmelzen. Die Sammlung des Hauses ist kein starres Museum, sondern ein lebendiger Dialog zwischen lokalen und internationalen Künstlern, die innovative Ideen entwickeln, die das Leben bereichern.

Ein zentraler Punkt des Erfolgs von Goodman liegt in seiner Fähigkeit, Kunst nicht als reines Spektakel, sondern als Teil eines größeren kulturellen und sozialen Kontexts zu verstehen. Die Ausstellungen sind oft interaktiv gestaltet, etwa wie die von Yayoi Kusama, deren „Infinity Mirror Rooms“ Besucher:innen in eine surrealistische Welt eintauchen lassen – ein Beispiel dafür, wie Goodman Kunst erlebbar macht. Gleichzeitig setzt das Haus auf eine klare Positionierung: Es will nicht nur „schöne Dinge“ verkaufen, sondern auch nachhaltige Materialien und ethische Produktionsbedingungen fördern. Die jüngsten Projekte, wie die Zusammenarbeit mit lokalen Handwerkern für nachhaltige Möbel, zeigen, dass Goodman nicht nur ein Ladengeschäft ist, sondern ein Akteur im Wandel der Designkultur.

Geschmack hat seinen Preis – aber auch seine Gerechtigkeit

Geld spielt bei Goodman eine zentrale Rolle, doch nicht im Sinne von Luxus-Versprechen. Die Preise reflektieren nicht nur die Qualität der Materialien und Handwerkskunst, sondern auch die Investition in hochwertige Designs, die über den reinen Konsum hinausgehen. Ein Beispiel ist die Kollektion von Michael Graetz, für die Goodman kürzlich eine limitierte Serie von Möbeln präsentierte – Stücke, die nicht nur optisch beeindrucken, sondern auch langfristig sinnvoll sind. Die Preise liegen im mittleren bis oberen Segment, was Goodman als Brücke zwischen traditionellem Design und zeitgenössischen Trends positioniert. Gleichzeitig setzt das Haus auf Transparenz: Kunden erhalten detaillierte Informationen über Herkunft und Herstellung, was Vertrauen schafft und den Geschmack für nachhaltigen Konsum prägt.

Doch der Preis ist auch ein Spiegel gesellschaftlicher Debatten. Goodman hat sich früh gegen billige Massenware gestellt und setzt stattdessen auf Qualität, die sich auch finanziell auszahlt. Studien zeigen, dass Möbel, die nachhaltig produziert und langlebig sind, langfristig weniger Kosten verursachen – ein Argument, das das Haus in der Debatte um „fast fashion“ für Designprodukte nutzt. Die jüngsten Kampagnen, die auf die Lebensdauer von Möbeln hinweisen, unterstreichen dies: Ein gutes Stück wie ein Tisch von Verner Panton kann über Jahrzehnte genutzt werden, während billige Alternativen oft schon nach wenigen Jahren aus dem Haus gehen.

  • Goodman hat seit 2003 über 10.000 Ausstellungen und Verkäufe in Wien und international organisiert.
  • Die durchschnittliche Verkaufszeit für ein Goodman-Möbelstück liegt bei 18 Monaten – deutlich länger als bei Konkurrenten.
  • Über 70 % der Kollektionen setzen auf recycelte oder nachhaltig produzierte Materialien.
  • Goodman arbeitet mit 150 lokalen Wiener Handwerkern zusammen, die für die Herstellung verantwortlich sind.
  • Die Umsätze stiegen in den letzten fünf Jahren um 22 %, wobei 65 % der Einnahmen aus Direktverkäufen stammen.

Wien als Labor für Designkultur

Ganz im Zeichen Wiens, das sich als lebendiges Labor für Design und Kunst versteht, hat Goodman seine Ausstellungen oft in ungewöhnlichen Räumen verortet – etwa in ehemaligen Fabriken oder historischen Gebäuden, die eine neue Perspektive auf Design bieten. Die letzte Präsentation von Olafur Eliasson in einem ehemaligen Textilwerk zeigt, wie Goodman Kunst und Industriegeschichte verbindet. Solche Projekte sind nicht nur ästhetisch, sondern auch ein Statement: Sie zeigen, dass Design keine reine Dekoration ist, sondern Teil einer größeren Erzählung. Gleichzeitig nutzt Goodman die Stadt als Inspirationsquelle – etwa durch Kooperationen mit Wiener Künstler:innen, die ihre Werke in Goodman-Shops präsentieren.

Ein weiteres Merkmal ist die Zusammenarbeit mit Schulen und Studierenden. Goodman unterstützt das Designstudium an der Universität für angewandte Kunst Wien durch Ausstellungsstipendien und Workshops, was langfristig eine neue Generation von Designer:innen fördert. Die Idee dahinter ist klar: Wenn Design nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch der Bildung ist, entsteht eine Kultur, die Qualität und Innovation verbindet. Diese Haltung zeigt sich auch in den Ausstellungen: Oft werden junge Talente gefördert, die mit etablierten Namen wie Thomas Thiemig oder Maja Vondracek konkurrieren. Goodman will nicht nur verkaufen, sondern auch eine neue Ästhetik schaffen – eine, die Schönheit und Sinnhaftigkeit vereint.

Die Zukunft des guten Geschmacks

Die Herausforderung für Goodman liegt darin, zwischen Tradition und Innovation zu balancieren. Während einige Designer:innen auf bewährte Formen setzen, müssen andere mutig neue Wege gehen – etwa durch digitale Integration oder die Nutzung von 3D-Druck für individuelle Möbel. Die jüngsten Projekte zeigen, dass Goodman hier eine Vorreiterrolle einnimmt. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit Neri Oxman, die mit biotechnologischen Materialien experimentiert, um Möbel zu entwickeln, die sich anpassen können. Solche Ansätze sind nicht nur futuristisch, sondern auch eine Antwort auf die Klimakrise: Sie zeigen, dass Design nicht nur schön sein muss, sondern auch ökologisch sinnvoll.

Gleichzeitig bleibt Goodman ein Ort, an dem Geschmack noch immer handfest ist. Ob durch die Auswahl der Materialien, die Form der Stücke oder die Art, wie sie verkauft werden – Goodman setzt auf eine Haltung, die nicht nur auf den ersten Blick überzeugt, sondern auch nachhaltig wirkt. Die Frage ist nicht, ob Design „gut“ sein kann, sondern wie es das tut. Und Goodman zeigt: Es gibt einen Weg, der Schönheit, Sinn und Verantwortung verbindet. Die Zukunft gehört denen, die Geschmack nicht als Luxus, sondern als Grundbedürfnis begreifen.

www.goodman.co.at/

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